Der Leber-Typ: Achtung vor dem Holzkopf!


Heute schauen wir uns mal den Holz-Typ genauer an. Aus meiner Sicht ist der Holz-Typ in ausgeprägter Form so ziemlich die grösste pferdische Herausforderung aber seht selbst:

Der Holz-Typ, auch Gan- oder Leber-Typ genannt ist ausgesprochen klug, ranghoch und in der Regel sehr mutig aber auch launisch und empfänglich für emotionale Verstimmungen.

Körperlich zeigt sich das Holz-Pferd als gut trainierbar, vor allem Muskulatur lässt sich gut aufbauen, in der Regel sind Leber-Typen sehr leistungsfähige Pferde.

Zu beachten ist hier lediglich eine lange Lösungsphase, denn leider ist die Muskulatur des Holz-Pferdes auch anfällig für Verspannungen und sonstige muskuläre Probleme bis hin zum Kreuzverschlag. Ausserdem neigt der Holz-Typ zu Infekten und Bindehautentzündung, vorzugsweise im Frühjahr.

Bisher klingt das alles noch nicht nach maximaler Herausforderung? Dann lest zu.

Die Emotionen des Holz-Pferdes sind Wut, Zorn und Ärger. Das bedeutet natürlich nicht, dass man es mit einem nonstop ärgerlich-aggressiven Pferd zu tun hat. Wer sich aber im Umgang mit dem Holz-Typ nicht absolut geradlinig und fair verhält, der wird ein sehr launisches Pferd erleben, welches bei ungerechter Behandlung dann unter Umständen auch wirklich mal unfreundlich bis aggressiv werden kann. Druck erzeugt beim Holz-Typ Gegendruck und Widerspenstigkeit.

Achtet mal darauf, wenn Ihr mit Eurem Pferd neue Lektionen erarbeitet: Ein Holz-Typ lernt an sich relativ schnell. Hat er jetzt das Gefühl, dass er die Aufgabe gut erfüllt hat oder aber einfach nicht versteht, was Ihr wollt, wird er sehr ärgerlich und in genau diesem Moment hat auch Weiterüben wenig Sinn. Kurze Pause, alle mal durchatmen, die Stimmung wieder positiv aufladen und DANN weitermachen. Glücklicherweise sind Holzpferde wenigstens nicht nachtragend :-)

Auch das häufige Wiederholen einer Lektion am Stück macht das Holz-Pferd sauer, daher sollte man die gemeinsame Arbeit möglichst abwechslungsreich gestalten.

Holz-Pferde sind auch diejenigen, die Reiterfehler ziemlich "skrupellos" ausnutzen. Insofern sind sie grossartige Lehrmeister in jeder Hinsicht. Mit ihnen erlernt man im Idealfall nicht nur den fairen Umgang sondern auch gutes Reiten.

Absolut essentiell ist es, zu verstehen, dass sich die Emotionen des Holz-Pferdes (genau so wie bei jeden anderen Pferd auch) nicht gegen den Reiter persönlich richten. Es wäre also völlig falsch, sich durch ein ärgerliches oder widersetzliches Pferd provozieren zu lassen. Die allerwichtigste Grundregel ist "liebevolle Konsequenz", Holz-Pferde brauchen klare Regeln - in Krisensituationen also (siehe oben) Druck rausnehmen, tief durchatmen und DANN weitermachen.

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Auch den Holz-Typen kann man mit Akupressur gut unterstützen. Zum Metall-Typ und zum Wasser-Typ habe ich bereits zuletzt etwas geschrieben.

Mehr zu den anderen Elementen gibt es demnächst hier.

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